Kinesiology Taping

 

Mit Kinesio-Tape lassen sich Verletzungen kurieren, Muskeln lockern, Entzündungen hemmen.

Überblick: Kinesio-Tape hilft gegen vieles

 

Dabei sind die ursprünglich aus der japanischen Heilkunde stammenden Tapes, die das englische Fußballidol von seinen Rückenschmerzen befreien sollten, nicht mehr nur im Spitzensport, sondern auch in der alltäglichen physiotherapeutischen Praxis längst angekommen. Was in der Behandlungsmethode Kinesiologisches Taping steckt und wie Sie auch vielen Normalsportlern 

helfen kann!
 

 

Kinesiotape – Was ist das?

 

Mit dem Kinesiologie-Tape lassen sich schmerzhafte Erkrankungen des Muskel, Sehnen- und Skelettapparates therapieren. So ist das heilende Elastikpflaster entstanden. Vor rund 30 Jahren entwickelte der japanische Chiropraktiker Kenzo Kase ein spezielles Pflaster: hochelastisch, atmungsaktiv und hautfreundlich. Wie eine zweite Haut dehnt sich das Tape und zieht sich wieder zusammen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Dabei wirkt es schmerzlindernd und stoffwechselanregend.

 

So zumindest die Theorie, die nicht wissenschaftlich, aber durch reichlich praktische Erfahrung belegt scheint. Jedenfalls vertrauen heute die medizinischen Betreuer und Abteilungen von Leistungssportlern quer durch alle Disziplinen auf die wundersamen Tapes.

 

 

 

Kinesiotape – so wirkt es

 

Wie genau wirkt das Tape auf unsere Muskeln? Das Tape an sich ist nicht neu. Doch herkömmliche Pflaster sind starr und stabilisieren beispielsweise ein verletztes Gelenk nur passiv. Folge: „Durch die Entlastung bilden sich nicht beanspruchte Muskeln zurück, sie müssen später wieder aufgebaut werden. Zudem können Stauungen im venösen Blut- und im Lymphsystem auftreten. "Das verzögert die Heilung“, sagt Ralph-E. Gericke, Physiotherapeut aus Bargteheide bei Hamburg und einer der Ersten, der mit dem so genannten „Kinesio-Tape“ („kinesis“ = griechisch für Bewegung) in Deutschland arbeitete. Mit Erfolg ...
 

 

Mit Elastizität zum schnellen Erfolg

 

Bei einer Prellung etwa entzündet sich das Gewebe, schwillt an und schmerzt. Durch das elastische Tape wird die Haut bei jeder Bewegung ganz sanft geliftet und massiert, so werden Lymph- und Blutfluss angeregt. „Entzündungen klingen schneller ab, der Druck lässt nach und damit auch der Schmerz, meist schon kurz nach dem Tapen". Schließlich reguliert das Pflaster den Muskeltonus und stützt die Gelenke über eine bessere Wahrnehmung von Beweglichkeit und Belastbarkeit.
 

 

Was kann man tapen?

 

Das Knie tapen, den Tennisarm bandagieren oder den verspannten Rücken entlasten ... Das Kinesio-Tape ist vielseitig einsetzbar und wirkt einer Vielzahl von Beschwerden entgegen: Knie- Sprung- und Schultergelenke, verspannter Rücken und Nacken, Tennis und Golfarme sowie Sehnenscheidenentzündungen lassen sich besonders gut behandeln. Bei stumpfen Verletzungen wie einem Muskelfaserriss ist Gericke der Ansicht, dass das Tape anderen konventionellen Verfahren sogar überlegen ist. „Der Heilungsprozess verkürzt sich um bis zu 50 Prozent.“ Entscheidender Benefit: „Weil der Schmerz oft sofort nachlässt, werden Schonhaltungen und Folgeprobleme wie Verspannungen vermieden“, so der Experte.

 

Übrigens kann es sogar sinnvoll sein, vorbeugend zu tapen. Wer etwa auf einen Marathon hin trainiert, kann mit gezieltem Wadentaping die Krampfneigung herabsetzen.